Baustelle: Genervte Pendler am Europaplatz

Heilbronn  Am Europaplatz dauert heute alles noch etwas länger als sonst. Pendler stehen besonders lange im Stau, der Verkehr kommt nur zäh voran. Bauarbeiter erneuern dort bis Samstag die Fahrbahn, einzelne Spuren sind gesperrt.

Von Adrian Hoffmann und Daniel Stahl

"Das lässt sich nicht vermeiden", sagt ein Bauarbeiter. "Aber hinterher wird alles besser." Mit so viel Zweckoptimismus sieht auch Thomas Gauß die Lage. Er betreibt am Europaplatz den Intersport Profimarkt, zu dem in den kommenden Tagen wohl wesentlich weniger Kunden durchkommen dürften.

"Viele Mitarbeiter bekommen dann halt frei", sagt Gauß. "Viel mehr aber freuen wir uns auf die Zukunft mit durchgängig vier Spuren und einer eigenen Abfahrt."

Pendlerstaus sind an diesem Morgen besonders lang

Seit Donnerstagmorgen um 3 Uhr erneuern Arbeiter am Europaplatz die Fahrbahn. In dieser Zeit ist nur je eine der beiden Fahrbahnen im Kreisverkehr für den Verkehr frei. Am Freitag sollen zwischenzeitlich sogar zwei Spuren gesperrt sein, aber nur zwischen 3 Uhr und 7 Uhr am Morgen. Am Samstagmorgen sollen die Arbeiten beendet sein.

Viele Pendler halten sich offenbar an die Empfehlung des Amts für Straßenwesen: Europaplatz weiträumig umfahren. Andere stehen am Donnerstagmorgen eben etwas länger. Der Verkehr staut sich am Morgen auf der B39 bis zum Kreuzgrund. Auch entlang der gesamten Weinsberger Straße warten Autofahrer besonders lange.

Beeinträchtigungen für den Busverkehr

Wegen der Bauarbeiten ist mit erheblichen Verspätungen und eventuell vereinzelten Fahrtausfällen der Stadtbuslinien 5, 12, 30 und 40 zu rechnen. Darauf weist die Stadt Heilbronn in einer Pressemitteilung hin. Die Verkehrsbetriebe werden in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Busse auf den Abschnitten zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen Sontheim, Horkheim und Neckargartach einsetzen, um die Auswirkungen so gering als möglich zu halten.

Planmäßige Anschlüsse an den Haltestellen Allee - Harmonie und Allee - Post können nicht gewährleistet werden, heißt es weiter.