Nervenkitzel über dem Zirkuszelt

Heilbronn  Mit einem spektakulären Balanceakt in 21 Meter Höhe über dem Dach des Zirkuszeltes hat sich der Heilbronner Weihnachtszirkus auf der Theresienwiese in Szene gesetzt.

Von Carsten Friese

 

 

Kurz vor dem Start der Vorstellungen schritt der venezolanische Artist Henry Hernandez Alaya die Strecke zwischen zwei Masten ab, stand einbeinig auf dem 1,4 Zentimeter dünnen Drahtseil und machte cool ein paar Selfies von sich. Mit fünf Jahren habe er mit dem Training angefangen, berichtete er auf Englisch. Neben der Hochseilnummer mit seiner Familie wird Alaya auch als Clown durch das Programm führen. 

Als Ausnahmetalent bezeichnete Zirkus-Organisator Sascha Melnjak den 37 Jahre alten Artisten. Nach sechs Jahren Tournee durch Südamerika trete Ayala nun zum ersten Mal in Europa auf.

Premiere

Am Mittwoch findet die Premiere statt (15.30 Uhr). 34 Artisten und Künstler sind bei der 18. Weihnachtszirkus-Auflage mit von der Partie. Neben Elefanten sind Pferde, Trampeltiere und Hunde in der Manege zu sehen.

In einem harmonischen Duett machten die zwei indischen Elefanten und die kenianische Akrobatengruppe Zuma Zuma auf sich aufmerksam. Mit Menschenpyramiden, Limbo-Einlagen und besonderen Sprüngen wollen die Afrikaner das Publikum begeistern.

Dass exotische Wildtiere wie Elefanten und Großkamele in der Manege zu sehen sind, sorgt immer wieder für Kritik. Der Gemeinderat Heilbronn hat vor rund einem Jahr beschlossen, künftig keine Wildtierdressuren mehr zuzulassen und nur noch Altverträge einzuhalten. Der Kontrakt zwischen der Stadt und dem Weihnachtszirkus läuft noch bis 2019.

Vorstellungen

Bis einschließlich 8. Januar gastiert der Weihnachtszirkus auf der Theresienwiese. Bis auf Neujahr gibt es an jedem Tag Vorstellungen. Weitere Infos unter www.weihnachtscircus.com