Konflikt um Fuß- und Radweg spitzt sich zu

Heilbronn  Die Wogen gehen weiter hoch wegen der Außengastronomie am sogenannten Marra-Haus, dem früheren C&A-Gebäude in Heilbronn.

Noch einmal diskutierte am Dienstagnachmittag der Bauausschuss die Thematik – und eine deutliche Mehrheit stärkte der Bauverwaltung den Rücken.

Auf 80 Metern Länge wird nach Fertigstellung des Neubaus die Bewirtschaftung der Neckarterrasse genehmigt. Fußgängern und Radfahrern bleiben auf diesem Teilstück der Oberen Neckarstraße ein Raum von viereinhalb Metern Breite.

Baubürgermeister Wilfried Hajek, im Privatleben bekennender Radfahrer, sprach von einem Kompromiss, den Heilbronn deshalb eingehe, weil man sich seit Jahren darum bemühe, das stadtnahe Neckarufer attraktiver zu gestalten. Die Lokale Agenda war gegen die Lösung Sturm gelaufen und hatte etwa 1200 Unterschriften gesammelt.

Der Bauausschuss des Heilbronner Gemeinderates hatte sich vor der Sitzung zu einem Vor-Ort-Termin getroffen. Dabei war es zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen gekommen. Allerdings zeigte sich, dass die Mehrheit der Stadträte der Verwaltung den Rücken stärken. Dabei hatten sie auch im Auge, dass nach der Bundesgartenschau im Jahr 2019 die Situation der Radfahrer sich deutlich verbessert. Alle beschworen gegenseitige Rücksichtnahme als Lösung des Problems. iba