Bulgarische Botschaftsrätin sagt Danke

Seit 15 Jahren humanitäre Hilfe für Projekte im Ausland

Von Rudolf Landauer

Bulgarische Botschaftsrätin sagt Danke
Botschaftsrätin Troeva überreicht Bürgermeisterstellvertreter Josef Denzer ein Buch. Ihr Dank galt dem Ehepaar Heimberger (rechts).Foto: Rudolf Landauer

Oedheim - Wenn ein Mitglied der bulgarischen Botschaft an einem Sonntag ins Kochertal reist, muss ein besonderer Anlass gegeben sein. Die Botschaftsrätin für Arbeit und Soziales, Dr. Tinka Troeva, kam nach Oedheim, um den vielen humanitären Helfern im Ort den Dank ihres Landes zu überbringen.

Die Kolpingfamilie Oedheim, die Familie Heimberger, die örtliche Junge Union und viele Oedheimer Bürger leisten seit 15 Jahren humanitäre Hilfe und haben in der Hauptsache dort geholfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Seit fünf Jahren wird das Projekt Smolyan in Bulgarien unterstützt, was den Anlass für den hohen Besuch gab.

Hoher Gast In Vertretung von Bürgermeister Ulrich Ruoff begrüßte sein Stellvertreter Josef Denzer den hohen Gast. An dem Empfang nahmen auch etliche Gemeinderäte teil. Denzer lag mit seinem Begrüßungsgeschenk, Weine aus Oedheim, völlig richtig, schließlich kommt Tinka Troeva aus einem bekannten Weinland an der Schwarzmeerküste und wusste das Geschenk zu schätzen, wie sie bekannte. Im Gegenzug übergab die Botschaftsangehörige der Gemeinde den neuesten Buchband über ihr Land und vergaß auch nicht, für ihr Land zu werben. Bulgarien bestehe nicht nur aus der Schwarzmeerküste, sondern warte mit vielen Naturschönheiten auf. Bulgarien sei Mitglied der Europäischen Union und ein zuverlässiger Partner, so Troeva.

Björn Heimberger startete als Student vor 15 Jahren die Hilfsaktion, als er in Bosnien akute Not und Hilfebedürftigkeiten feststellte. Seine Eltern Margarete und Helmut Heimberger halfen ihrem Sohn, der inzwischen in den USA lebt, spontan dabei. So entstand im Verbund mit der Kolpingfamilie eine beeindruckende Hilfsaktion über viele Jahre. Josef Denzer sagte zu Helmut und Margarete Heimberger: „Sie haben die Not anderer Menschen erkannt und reagiert, haben Zeichen gesetzt für Menschlichkeit und humanitäre Hilfe, dafür dankt ihnen die Gemeinde Oedheim in besonderer Weise“.

Praktikabel Im Namen der Kolpingfamilie begrüßte Sonja Enderer die bulgarische Botschaftsangehörige. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Humanitären Stiftung (DHST) hat sich als sehr praktikabel erwiesen, denn die vielen Hilfstransporte in ferne Länder wollen organisiert und geplant sein.

Der Vertreter der DHST, Uwe Breininger, dankte den Oedheimern ebenfalls für ihr herausragendes humanitäres Engagement. Kranke und behinderte Kinder in dem Projekt Smolyan in Bulgarien erhalten Unterstützung aus dem Kochertal. Breininger stellte den Gästen die Hilfsprojekte der DHST in Bulgarien vor.